Unser Namensgeber

Pfarrer Paul Schneider "Prediger von Buchenwald"

 

 29. August  1897

 

 Paul Schneider wird in Pferdsfeld bei Bad Kreuznach als Sohn eines Pfarrers geboren

 

29. Juni 1915            

 Notabitur

 

 

1915 - 1918

Soldat im 1. Weltkrieg

Auszeichnung mit dem „Eisernen Kreuz II. Klasse“

 

1918 - 1925

Studium „Evangelische Theologie“

 

1926

Hochzeit mit Margarete Dieterich

 

1926 -1934

Pfarrer von Hochelheim und Dornholzhausen

Erste Widersetzung gegen die NS, da er sich gegen das Eingreifen der Regierung in das Kirchenamt ausspricht. 1933 gründet sich der Pfarrernotbund, der 1934 zur Bekennenden Kirche wird; Paul Schneider setzt sich hier aktiv gegen die NS ein

 

1934

Erste Verhaftung, weil er sich bei einer christlichen Beerdigung  gegen die Rede des NS-Kreisleiters positioniert

 

1934 - 1937

 Pfarrer von Dieckenschied und Womrath

 

Sommer 1937

Verhaftung wegen einer Abkündigung, bei der es um die Kirchenzüchtigung und damit um das Einmischen des Staates in das Kirchenamt geht; anschließende Freilassung mit Aufenthaltsverbot für die Rheinprovinz

 

Herbst 1937

Verhaftung zwischen zwei Gottesdiensten, da Gemeindemitglieder die Polizei rufen und auf sein Aufenthaltsverbot aufmerksam machen

 

1937 - 1939            

Inhaftierung im KZ- Buchenwald

Im Konzentrationslager, in dem zu jener Zeit politisch, religiös oder rassisch Verfolgte wie Kriminelle einsaßen, wurde er zum „Prediger von Buchenwald“.

Immer wieder verkündete er hier das Wort Gottes und widersetzte sich über einen sehr langen Zeitraum den verheerenden Maßnahmen des Lagers.

Sein letztes Lebensjahr verbrachte er auf Grund seiner vielen Verstöße in einer Einzelzelle, wo er gefoltert wurde.

Trotz allem verkündete er auch von hier aus das Evangelium weiter.

 

18. Juli 1939

Ermordung Paul Schneiders durch den Lagerarzt Erwin Ding-Schuler mit einer Überdosis Herzmedikamente.

Die Beisetzung Paul Schneiders gleicht einem Staatsbegräbnis. Hunderte Trauernde versammeln sich trotz Vorkehrungen der Gestapo, um sich von ihm zu verabschieden.